„Queer im rechtlichen Sinne“ — ein Buch von José A. de la Garza Valenzuela über Chicanx-Literatur und US-Bürgerschaft
Eine Studie an der Schnittstelle von Recht und Literatur über queere Migranten in den Vereinigten Staaten.
„Queer im rechtlichen Sinne“ (Queer in a Legal Sense) ist eine in englischer Sprache bei der University of Texas Press veröffentlichte Monographie des amerikanischen Forschers José A. de la Garza Valenzuela über die Verbindung zwischen US-Einwanderungsrecht und Literatur. Im Kontext der langen Geschichte der Streitigkeiten über Grenzkontrollen und Rassenpolitik in Nordamerika zeigt das Buch, wie juristische Dokumente die Geschichte der Regulierung von Sexualität und Migration prägten.
José A. de la Garza Valenzuela ist Assistenzprofessor im Department of Latina/Latino Studies der University of Illinois in Urbana-Champaign. Seine Forschungsinteressen liegen an der Schnittstelle von Literaturwissenschaft und Recht.
Die Studie analysiert die Werke von Chicanx-Schriftstellern – Autoren mexikanisch-amerikanischer Herkunft, die in den USA leben. Im Mittelpunkt stehen die Texte von John Rechy, Arturo Islas, Rigoberto González, Michael Nava und Jaime Cortez.
Der Autor untersucht ihre Romane parallel zu juristischen Präzedenzfällen und Gesetzen, die den Zugang zur US-Bürgerschaft bestimmen. Die Arbeit zeigt, dass das Einwanderungsrecht oft auf heteronormativen Szenarien beruht, was die spezifische Erfahrung queerer Migranten unsichtbar macht. Literatur hilft in diesem Fall, die verborgenen Mechanismen der rechtlichen Regulierung zu erkennen und denen eine Stimme zurückzugeben, die aus offiziellen rechtlichen Narrativen ausgeschlossen wurden.