„Mighty Real“ – Barry Walters' Buch über die Geschichte der LGBT-Musik von 1969 bis 2000

Musikkritiker Barry Walters darüber, wie LGBT-Musiker die Popkultur geprägt haben.

Buchcover
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Im Mai 2026 veröffentlichte der Viking-Verlag das englischsprachige Buch „Mighty Real: Eine Geschichte der LGBT-Musik, 1969–2000“ (Mighty Real: A History of LGBTQ Music, 1969-2000). Sein Autor ist der amerikanische Musikkritiker und Journalist Barry Walters, der für Publikationen wie The Village Voice, Spin, Rolling Stone, The Advocate und Out gearbeitet hat. Er dokumentiert seit vierzig Jahren die Überschneidung von Mainstream- und LGBT-Kultur und gewann einen Clio Award für seinen Dokumentarfilm über den Disco-Künstler Sylvester.

Das Buch ist eine umfassende Untersuchung darüber, wie LGBT-Musiker, Führungskräfte der Musikindustrie und Fans den Sound, den Stil und den Geist der Popmusik von den Stonewall-Unruhen 1969 bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts prägten. Der Autor verfolgt den Weg der LGBT Musik von den Untergrund-Tanzflächen der 1970er Jahre bis zu den weltweiten Charts der 1990er Jahre und unterstreicht ihren tiefen Einfluss auf die amerikanische Kultur und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen Künstler, die Geschlechterrollen neu definierten, Traditionen trotzten und sexuelle Normen infrage stellten.

Barry Walters verbindet die Geschichten sehr unterschiedlicher Künstler – von der Band The Velvet Underground bis hin zu David Bowie, Grace Jones, Prince und dem Indie-Folk-Duo Indigo Girls. Der Autor beweist, dass sie trotz ihrer Unterschiede in Genre und Image alle durch ihre Kunst gegen Unterdrückung kämpften. Die Studie deckt nicht nur versteckte Botschaften in der Musik vergangener Jahrzehnte auf, die den Weg für heutige LGBT Hits ebneten, sondern spricht auch offen über eine Musikindustrie, die weitaus weniger heteronormativ war, als allgemein angenommen wird.

Dieses Buch verwischt die Grenze zwischen historischer Chronik und persönlichen Memoiren und erweckt die Atmosphäre der Clubs, Straßen und Schlafzimmer jener Jahrzehnte wieder zum Leben. Es bietet den Lesern eine neue Perspektive auf die Musik, die ganzen Generationen geholfen hat, sich von Vorurteilen zu befreien und ihre eigene Stimme zu finden.

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