„Wie queere Buchhandlungen die Welt veränderten“ – ein Buch von A. J. West über die Geschichte der LGBT-Buchhandlungen
Das Buch des britischen Journalisten A. J. West erzählt die Geschichte unabhängiger queerer Buchhandlungen, die zu Zufluchtsorten und Zentren der Solidarität für die LGBT-Community wurden.

Im Mai 2026 veröffentlichte der Verlag Oneworld Publications auf Englisch das Buch „Wie queere Buchhandlungen die Welt veränderten“ (How Queer Bookshops Changed the World). Sein Autor ist A. J. West, ein britischer Journalist, Schriftsteller, ehemaliger BBC-Nachrichtensprecher in Nordirland und ehemaliger Direktor einer nationalen LGBT-Wohltätigkeitsorganisation im Vereinigten Königreich.
Das Buch stellt die erste umfassende Geschichte unabhängiger LGBT Buchhandlungen dar, die jahrzehntelang als Räume der Solidarität, der Unterstützung und als Zuflucht für die LGBT-Community dienten. Die Studie verfolgt die Entwicklung dieser Orte von geheimen Verkaufsstellen „unter der Ladentheke“ zu offenen und angesehenen Institutionen. A. J. West beschreibt so ikonische Orte wie Shakespeare and Company in Paris, Gay’s the Word in London und den Oscar Wilde Memorial Bookshop in New York.
Das Buch erzählt, wie Buchhandlungen zur Avantgarde im Kampf um die Rechte von LGBT-Personen wurden. Der Autor zeigt ihre Rolle bei der Unterstützung der Community während der AIDS-Krise und im Widerstand gegen die britische „Sektion 28“ (Section 28) auf – ein Gesetz, das die sogenannte „Förderung von Homosexualität“ verbot. Die Publikation ist nicht nur den Geschäften selbst gewidmet, sondern auch den Buchhändlern, die Mut bewiesen, indem sie bahnbrechende Bücher in Zeiten verbreiteten, in denen andere sich weigerten, dies zu tun.
Diese Forschung ist wichtig für das Verständnis, wie sich LGBT Gemeinschaften bildeten. Buchhandlungen dienten nicht nur als Verkaufsstellen, sondern auch als Zentren für den Informationsaustausch, die Stärkung der Identität und die Bewahrung der Geschichte des Widerstands.
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