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„Cincinnati Before Stonewall“ – ein Buch von Jacob Hogue über die verborgene LGBT-Geschichte der US-Stadt

Der Public Historian Jacob Hogue untersucht das Leben der LGBT-Community in Cincinnati vom frühen 19. Jahrhundert bis 1969.

„Cincinnati Before Stonewall“ – ein Buch von Jacob Hogue über die verborgene LGBT-Geschichte der US-Stadt

Im Mai 2026 veröffentlichte History Press das Buch „Cincinnati Before Stonewall: The Untold Queer History of the Queen City“ (Cincinnati vor Stonewall: Die unerzählte queere Geschichte der Queen City) in englischer Sprache. Autor ist der Public Historian Jacob Hogue, der sich auf LGBT-Geschichte spezialisiert hat. Er ist Gründer des Bildungsprojekts Queen City Queer History und Vorsitzender des Geschichtsausschusses der Non-Profit-Organisation Cincinnati Pride.

Das Buch ist eine umfassende Studie über die Geschichte LGBT Menschen in Cincinnati (bekannt als „Queen City“) vom frühen 19. Jahrhundert bis zu den Stonewall-Unruhen von 1969. Gestützt auf Archivdokumente, Gerichtsakten, alte Zeitungen und persönliche Berichte zeigt der Autor, dass Homosexualität und geschlechtliche Nonkonformität kein modernes Phänomen waren, sondern bereits lange vor der Entstehung der modernen LGBT-Rechte-Bewegung aktiv im Stadtleben präsent waren.

Auf den Seiten dieser Publikation erzählt Jacob Hogue die Geschichten bestimmter Personen, deren Leben in offiziellen Aufzeichnungen oft marginalisiert oder ausgelöscht wurden. Darunter befinden sich LGBT Soldaten, die im Bürgerkrieg kämpften, sowie Mary Ann Jefferson, eine schwarze Transgender-Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts zu einer prominenten Figur in der kriminellen Unterwelt von Cincinnatis gefährlichstem Viertel wurde. Das Buch erwähnt auch Julius „Junkie“ Fleischmann – einen schwulen Mann, der am Ende des Zweiten Weltkriegs heimlich als CIA-Agent arbeitete, obwohl die US-Regierung Homosexuelle aktiv aus ihren Reihen ausschloss.

Ein wichtiger Teil des Buches ist die Beschreibung der Infrastruktur vor Stonewall: Bars, Bordelle und verborgene Zufluchtsorte, die LGBT-Personen inmitten unerbittlicher Repressionen kurzzeitig Schutz boten. Die Untersuchung dokumentiert nicht nur historische Fakten, sondern gibt den Menschen der Vergangenheit, die die Gesellschaft aus der Geschichte zu streichen versuchte, ein menschliches Gesicht zurück und stellt so etablierte Erzählungen über die amerikanische Vergangenheit in Frage.

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